Dorotheen Quartier

Stahlbetonskelettkonstruktion, Weiße Wanne, Kernzone Heilquellenschutzgebiet, Hochhaus, BIM-Planung
Bauherr: 
E. Breuninger GmbH & Co., Stuttgart
Architekt: 
Behnisch Architekten, Stuttgart
Land: 
Deutschland
Stadt: 
Stuttgart
Kooperation: 
Mayer-Vorfelder und Dinkelacker, Sindelfingen - D
Fertigstellung: 
Rohbau fertiggestellt, Bezug Frühjahr 2017
Bildnachweis: 
Behnisch Architekten + Knippers Helbig

Neubaukomplex am Karlsplatz im Zentrum Stuttgarts mit einer Misch-Nutzung durch Büros (Ministerien des Landes Baden-Württembergs), Wohnungen, Einzelhandel und Gastronomie sowie drei Geschosse Tiefgarage im UG. Auf dem Grundstück befanden sich mehrgeschossige Bestandsbauwerke, die erschütterungsarm zurück gebaut wurden. Umgeben von enger, teilweise denkmalgeschützter Randbebauung und angrenzendem U-Bahn-Tunnel, die in die Gebäudeplanung integriert werden mussten. Durch die Untergeschosse verläuft ein unterirdischer Bachlauf, der als eigenständiges brückenartiges Kanalbauwerk ausgeführt wurde. Das Haupttragwerk ist als Stahlbetonskelettbau mit aussteifenden Kernen konzipiert. Der Skelettbau ermöglicht eine maximale Flexibilität im Ausbau, auch bei zukünftigen Umbauten. Die Deckenspannweiten lassen sich mit 30 cm starken Flachdecken wirtschaftlich realisieren. In Teilbereichen wurden die Decken zur Verformungsbegrenzung vorgespannt. Die zurückspringenden Obergeschosse konnten durch schräg angeordnete Stützen realisiert werden. Die drei Untergeschosse wurden als Weiße Wanne (wasserundurchlässiger Stahlbeton) gegen drückendes Wasser ausgeführt. Die Gründung erfolgt als Flachgründung. Das Bauvorhaben befindet sich im Mineralwasserschutzgebiet. Um die Umsetzung eines dritten Untergeschosses zu ermöglichen, wurde die als Schutzschicht gegen das des Mineralwasser fungierende Bodenschicht des Lettenkeupers im 3D-Gebäudemodell integriert.

Projektnummer: 
0312