Jübergturm Hemer

Hyperboloid Holzkonstruktion
Bauherr: 
Stiftung der Sparkasse Hemer vertreten durch Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH
Architekt: 
Birk Heilmeyer und Frenzel
Land: 
Deutschland
Stadt: 
Hemer
Fertigstellung: 
2010-04

Der für die Landesgartenschau Hemer 2010 errichtete Aussichtsturm markiert den Übergang von Stadt in Landschaft. Der 23 m hohe Turm ist Endpunkt der Himmelsleiter, einer von Hemer bis auf den Kamm des Bergs angelegten Treppenskulptur. Die sich nach oben weitende Form reagiert auf die örtlichen Begebenheiten mit bewaldetem Jüberg, städtebaulicher Achse und 360 Grad Rundumsicht. Die Konstruktion ist als Hyperbolid aus gegenläufig geneigten Stabscharen konzipiert. Sie besteht aus insgesamt 240 geraden Stäben aus sibirischer Lärche (BSH) mit einem Querschnitt von 8 x 8 cm. Die Anzahl der Einzellamellen der Stabpakete nimmt von unten nach oben ab. Durch Schrägstellen zwei gegenläufiger Stabebenen entsteht eine großmaschige Netzstruktur. Die Koppelung mit den horizontal angeordneten Stahlringen bewirkt eine statisch effiziente Dreiecksstruktur. Diese Holzlamellenschale trägt alle einwirkenden vertikalen und horizontalen Lasten ab. Zusätzliche, innen liegende Stützkonstruktionen werden nicht benötigt. Die Stäbe in der untersten Ebene bestehen aus sechs Einzelstäben, wovon im nächsten Abschnitt fünf weitergeführt werden, dann vier, drei und zwei Stäbe, wodurch auf dem Weg nach oben immer mehr Blicke in die Landschaft freigegeben werden. Der Jübergturm ist der erste echte Holzstab-Hyperboloid.

Projektnummer: 
0300