Staatsoper unter den Linden

Umbau der Nachhallgalerie unter Berücksichtigung akustischer Anforderungen
Bauherr: 
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Architekt: 
HG Merz Architekten
Land: 
Deutschland
Stadt: 
Berlin
Fertigstellung: 
10.2017
Bildnachweis: 
HG Merz Architekten / ©Marcus Ebener / ©by alexander schippel

Im Zuge der Sanierung der Staatsoper Berlin (1741, Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff) werden u.a. die akustischen Eigenschaften des Konzertsaales verbessert. Dabei geht es in erster Linie um eine Optimierung der Nachhallzeit. Zu diesem Zweck wird die Dachdecke um 4.00 m angehoben. Hierdurch entsteht zwischen dem obersten Rang und der Decke Raum für eine Nachhallgalerie mit Reflektions- und Absorbtionsbauteilen. Als visueller Raumabschluss wird der Wandverkleidung ein Netz aus faserverstärkter Phosphat-Keramik mit ca. 250 m² vorgestellt. Die Maschengröße variiert entsprechend der parametrischen Geometrieentwicklung von ca. 20 cm Kantenlänge bis zu flächigen Bereichen ohne Öffnungen am oberen Rand mit Stabdurchmessern von ca. 3,5 cm. Die Formen werden mit Hilfe eines CNC-5-Achs Roboters aus einem dichten Schaum gefräst. Anschließend wird die Keramikmasse alternierend mit Faserlagen eingegossen. Die Korbbogengeometrie ermöglicht die segmentweise Vorfertigung gleicher Bauelemente mit Abmessungen von 3,50 m mal 4,00 m. Da es sich um ein neues Material handelt mussten das Materialverhalten und die mechanischen Eigenschaften des Materials erforscht werden. Dies geschah in enger Kooperation mit dem ITKE, Universität Stuttgart.

Projektnummer: 
0334